Koikrankheiten und Behandlung

Koi-Care

Sie haben gesundheitliche Probleme mit ihren Koi ?

gesundheitliche Probleme mit ihren Koi ?In den meisten Fällen in denen ihre Koi auffällig werden, durch z.B. offene Stellen, Schleimbildung, häufiges springen oder schuppern an der Folie, sowie Teilnahmslosigkeit sind oftmals Parasiten die Ursache.

Diese befinden sich auf der Haut oder auf den Kiemen der Fische und sind mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Einer erfolgreichen Behandlung geht eine genaue Diagnose voraus. Diese können wir in der Regel nur durch eine mikroskopische Untersuchung eines Abstriches von ihren Koi erstellen. Im Anschluss können wir dann ihre Koi speziell auf die Ursache hin behandeln.

Wir raten dringend davon ab auf purem Verdacht hin, diverse Breitbandmittel zur Behandlung ihrer Koi einzusetzen. Damit spielen sie mit dem Leben ihrer Koi, und verlieren ggf. wertvolle Behandlungszeit. Kontaktieren sie uns und vereinbaren sie mit uns einen Untersuchungstermin. Bitte haben sie dafür Verständnis, dass nicht immer spontane Untersuchungen während unserer allgemeinen Öffnungszeiten, um Ansteckungen zu verhindern, möglich sind.

Beispiele von häufigen Krankheiten bzw. Krankheitserregern:

 

Ichthyobodo

Ichthyobodo ist bestens dazu ausgestattet sich an seine Wirte zu heften. Mit seinen langen Geißeln bewegt er sich auf auf seinem Opfer voran und ernährt sich von dessen Hautzellen. Er ist nicht anfällig für Temperaturschwankungen (Lebensfähig von ca. 2 bis 30 ° Celsius). Besonders aktiv im Frühjahr.

Krankheitsverlauf:

Zu Beginn des Befalles dringt der Einzeller in die Hauttaschen an die Schuppenwurzel vor. Der Parasit befällt die komplette Körperoberfläche inklusive der Kiemen. Bemerkbar machen sich die Koi dadurch das sie ruckartige Schwimmbewegungungen machen. Je weiter der Befall fortschreitet um so weniger fressen die Koi und verhalten sich lethargisch. Meist folgen noch Infektionen durch Bakterien und Pilze die aufgrund der angegriffenen Schuppen sich leicht ansiedeln können.

 

Trichodina

Trichodina sind wie die Ichthyobodo parasitäre Einzeller. Mit ihrer untertassenförmigen Form und einem Ring aus Wimpern (Cilien) bewegen sie sich auf ihren Opfern voran. Trichodina findet man selbst auf gesunden Koi.

Krankheitsverlauf

Es bildet sich ein grauer Körperfilm den die Parasiten dazu nutzen sich noch schneller zu vermehren. Auch hier kommt es wie bei dem Befall durch Ichthyobodo zu erhöhter Infektionsgefahr durch Bakterien und Pilzen. Trichodina infiziert auch noch zusätzlich die empfindlichen Filamenten der Kiemen was zur Atemnot führen kann. Hier werden die Fische auch wider lethargisch und träge.

 

Chilodonella

Chilodonella sind herzförmige parasitäre Einzeller. Sie sind besonders aktiv im Frühjahr.
Childonella befallen Körper, Flossen und Kiemen wo sich diese von Hautzellen ernähren.

Krankheitsverlauf:

Bei einem Childonella Befall bildet sich eine grauweißer Schleimschicht über dem Körper. Die Fische springen verstärkt und versuchen mit reiben an Gegenständen die Parasiten los zu werden. Bei einem zunehmenden Befall folgt eine verminderte Zunahme von Nahrung und schließlich wieder Lethargie der Koi.

 

Bauchwassersucht

Das Auftreten der Bauchwassersucht kann mehrere Ursprünge haben und ist dadurch auch schwer auf seine Ursache zurück zu führen. Sollten mehrere Fische erkrankt sein kann man von einer bakteriellen Infektion ausgehen. Bauchwassersucht ist hochgradig ansteckend. Erkrankte Fische isolieren in eigenem Becken mit eigenem Filter.

Behandlung nur im Frühstadium möglich.

 

Ichthyo (Pünktchenkrankheit)

Die Krankheit die jeden Fischbesitzer erschrecken lässt, "Ichthyo". Der Name kommt von dem Verursacher Ichthyophthirius multifiliis , einem parasitären Einzeller. Das Problem von Ichthyophthirius multifiliis ist seine Eigenschaft sich sehr schnell zu vermehren und somit in seiner Umgebung auszubreiten.

So erkennen Sie das Ihre Koi befallen sind:

  • Koi scheuern sich an Gegenständen
  • Bei Kiemenbefall suchen sie Orte mit erhöhter Wasserzirkulation aufAppetitlosigkeit
  • Fiche werden lethargisch
  • Weiße Punkte auf Kiemen, Haut und Flossen

 

Karpfenlaus (Argulus)

Ein weiterer Feind der Koi ist die Karpfenlaus (Argulus), sie ist ein parasitischer Krebs. Sie werden bis zu 13mm groß und besitzen zwei große Saugnäpfe mit denen sie sich an ihren Opfern festsaugen. Zwischen den Saugnäpfen sitzt ein Stechrüssel mit der Gift injiziert wird. Außerdem wird durch die Mundwerkzeuge die Wunde ständig erweitert. Aus diesen Verletzungen resultieren meist noch Infektionen durch Pilze und Bakterien.

Achtung:
Karpfenläuse sind hervorragende Schwimmer. Wenn sie von der Körberoberfläche entfernt werden schwimmen sie solange bis sie ein neues Opfer gefunden haben. Karpfenläuse können weitere Krankheiten innerhalb eines Teiches von Fisch zu Fisch tragen.

So erkennen Sie dass, Ihre Koi befallen sind:

  • starkes scheuern
  • Vermehrtes springen
  • Gewichtsverlust
  • Rote Schwellungen an der Stelle wo eine Karpfenlaus saß

 

Gyrodactylus (Hautwurm)

Dieser Parasit erreicht eine Größe von 0,3 bis ca. 0,9mm. Er ernährt sich von den Oberhautzellen seines Wirtes und ist per Hautabstrich bei einer Vergrößerung
von 40x leicht zu entdecken.

Hautwürmer sind lebendgebärende Parasiten. Unter dem Mikroskop sind im Inneren des Wurmes der Embryo und dessen Haltewerkzeuge gut zu erkennen. Der Hautwurm tritt, wie die meisten Parasiten, bei schlechten Haltungsbedingungen und dadurch geschwächten Fischen auf. Dies begünstigt wiederum eine explosionsartige Massenvermehrung.

Häufige Symptome:
Fische scheuern sich vermehrt, erhöhte Schleimproduktion, die betroffenen Hautstellen entzünden
sich sehr schnell.

Diagnose:
Mittels Haut- und Kiemenabstrich 40x

 

Koi-Herpes (KHV)

Der Koi Herpes Virus (KHV) ist eine extrem infektiöse Krankheit und wurde klassifiziert als DNS-Virus und befällt überwiegend Karpfen (Cyprinus carpio). Weitere Mitglieder der Familie der Karpfenfische (Cyprinidae)
scheinen nicht anfällig zu sein(z.b. Graskarpfen oder Goldfische). Wie bei anderen Herpes Virus Infektionen
bleibt der Virus dauerhaft im infizierten Fisch bestehen. Die infizierten Fische sind potentielle Virus Träger und verbreiten den Virus in der umgebenden Population.

Krankheitsverlauf
Infektion der Population durch Neubesatz, Wasser Pflanzen oder Schlamm aus infizierten Systemen

Inkubationszeit

-ca. 2 Wochen nach dem ersten Kontakt mit dem Virus

-2 – 4 Tage nach den ersten Krankheitsanzeichen kann der Tod eintreten.

So erkennen Sie das Ihre Koi befallen sind:

  • Apathisches Verhalten
  • Atemlosigkeit
  • Orientierungslosigkeit
  • Befall von Parasiten und Bakterien
  • Änderung der Kiemenfarbe
  • Blasen oder blasse Flecken auf der Haut
  • eingefallene Augen

Keine Heilung möglich !!!
Quarantäne des gesamten Systems, Benachrichtigung des Veterinäramtes

Hinweis:
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